Beitrag verfasst am 14. Juli 2017 von Julie Hebbeler

Ein weiterer Step in der Fortbildung zur Juwelenexpertin

Dass glitzernde Steinchen eine ganz eigene Faszination versprühen und es nicht viel Überzeugung bedarf, eine gewisse Begeisterung für diese Materie zu entwickeln, ist kein Geheimnis.

Zusammen mit weiteren sechs jungen Kolleginnen aus verschiedensten Wempe-Niederlassungen, habe ich die Freude, mich im USE Bildungszentrum in Pforzheim noch intensiver mit dieser Materie zu beschäftigen. Kaum eine Stadt könnte für diese Fortbildung besser geeignet sein, als die „Goldstadt“ Pforzheim, die dieses Jahr ihr 250-jähriges Jubiläum als diese feierte.

Die Weiterbildung zur Juwelenexpertin ist eine über ca. drei Jahre andauernde Fortbildungsreihe von Wempe, die zwei einwöchige Kurse pro Jahr zu unterschiedlichen Themenbereichen beinhaltet, in denen wir unser Wissen im Bereich der Diamanten, Edelsteine und Perlen vertiefen.

Mittlerweile haben wir bereits drei dieser Einheiten absolviert. Jedes Mal mit einer anderen Dozentin – und jede Spezialistin in ihrem Metier. Das Grundwissen zu Farbedelsteinen und Diamanten bestand natürlich aus viel Theorie und wurde uns dennoch mit Ausflügen z. B. in Schleifereien oder das Mineralienmuseum Idar-Obersteins abwechslungsreich und interessant gestaltet.

Besonderes Gefallen fanden wir aber natürlich daran, als wir uns im letzten Kurs noch intensiver direkt mit den Steinchen auseinandersetzen durften. Gewappnet mit Lupen, Kornzagen, Refraktometern, Spektroskopen und weiterem für uns zunächst unaussprechlichem Equipment, wurde mir bewusst, was so ein Stein für einen – zugegebenermaßen – unglamourösen Weg hinter sich bringt, bis er als Juwel seine Vollendung findet. Der Entstehung, dem Abbau und der Bearbeitung der Gesteine hatten wir uns in den vergangenen Kursen gewidmet. Nun stand die Bestimmung der einzelnen Edelsteine auf der Agenda. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, wenn zwei Mineralien sich auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen, allerdings große Wertunterschiede aufweisen wie bspw. der Diamant und seine zahlreichen Imitationen.

Unzählige Steine aller Farben und Formen warteten auf uns und wollten einen „Pass“ bekommen. Nur kleine Nummern auf ihren schwarzen Kästchen ermöglichten es uns, dank des einen Kontrollbüchleins zu überprüfen, ob wir mit unseren Untersuchungen richtig lagen.

Anfangs waren wir noch sehr unsicher: „Was soll man von welchem Gerät ablesen?“ „Muss ich beide Augen auflassen?“ „Was für ein Wert soll ich da erkennen?“ „Und wie lese ich diese Tabelle?“ „Da steht alles, aber nicht das, was mein Gerät mir als Wert anzeigt.“…“Und wo ist überhaupt mein Stein?“

Mit jeder weiteren abgeschlossenen Untersuchung wichen unsere Zweifel mehr und mehr. Wir mussten schmunzeln, als wir uns ertappten, wie wir nach einigen erfolgreichen Tagen schon mit Fachbegriffen nur so um uns warfen und so taten, als hätten wir nie etwas anderes getan. Zu guter Letzt legten wir am Abschlusstag einen Test ab, bei dem jeder einen Stein zugewiesen bekam, der zu bestimmen war.  Da es uns allen gelang, die richtige Schlussfolgerung zu treffen und wir konnten mit einem Erfolgserlebnis diese spannende Woche abschließen.

Auf unseren nächsten Kurs zum Thema Perlen und den richtigen Techniken zum Schmuck Zeichnen freuen wir uns schon sehr.

Beitrag verfasst am 23. März 2017 von Julie Hebbeler

And the winner is…

Im Rahmen der wichtigsten deutschen Schmuckmesse, der INHORGENTA in München, wurde dieses Jahr erstmalig der Inhorgenta Award verliehen. In sechs verschiedenen Kategorien wurden Marken, Hersteller und Retailer der Branche gekürt. In der sieben-köpfigen Jury saßen Fashion- und Branchen-Kenner wie Michael Michalsky, Franziska Knuppe, Gisbert Brunner und Anja Heiden, Mitglied unserer Wempe Geschäftsleitung. Als ihre Begleitung durfte ich gemeinsam mit Frau Leuschel, unserer Schmuckabteilungsleiterin, an dem glamourösen Gala-Abend im Münchner Postpalast teilnehmen. Frau Heiden überreichte in der Kategorie „Fine Jewelry“ den Award in Form einer fast 3 kg schweren Bronze-Skulptur eines Diamanten an die Marke IsabelleFa, die ebenso wie Wempe ein Familienunternehmen ist. Die von der Fernsehmoderatorin Nina Ruge geleitete Preisverleihung wurde durch den anschließenden Auftritt des deutschen Sängers Vincent Weiss abgerundet und stimmte Teilnehmer sowie Veranstalter rundum positiv.

Am darauf folgenden Tag haben wir auf der Messe unseren üblichen Rundgang absolviert und in einigen kleinen Sonder-Missionen unseren Lieferanten den einen oder anderen Besuch abgestattet. Ein auf der Messe allgegenwärtiges Thema war die in der vorigen Woche erfolgte Eröffnung unserer Niederlassung Maximilianstraße in den historischen Münzarkaden Münchens. Von allen Seiten wurde Begeisterung ausgesprochen über dieses luxuriöse und elegante Geschäft, das ganz neue Maßstäbe setzt. Auch wir haben uns während unseres München-Aufenthalts die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dieses Juwel zu besichtigen und sind aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Jeder Winkel der 700qm Verkaufsfläche ist bis ins Detail durchdacht, die verarbeiteten Materialien mit größter Hingabe ausgewählt und die Dimension überwältigend. Für uns steht fest, who the winner is …

Beitrag verfasst am 23. Februar 2017 von Julie Hebbeler

Prossima stazione: VICENZAORO-Schmuckmesse

Die Vicenzaoro (zusammengesetzt aus dem Namen der Stadt und Oro, dem italienischen Wort für Gold) ist eine reine Schmuckmesse, die zwei Mal jährlich im Januar und September nahe Venedig stattfindet. Bekannt ist die Stadt Vicenza u. a. auch für ihre Schmuckwarenindustrie. Alle namhaften italienischen aber auch internationalen Hersteller sind hier vertreten. Für unser Einkaufsteam ist der Besuch dieser Messe neben dem Lieferantenbesuch, über den ich in meinem letzten Beitrag berichtet habe, eine der wichtigsten Aktivitäten für die Sortimentsgestaltung eines Jahres. In den drei Tagen vor Ort gilt es zunächst, die sieben Messehallen zu durchlaufen und nach Trends und Neuheiten Ausschau zu halten. Nachdem wir uns ein umfassendes Bild verschafft haben, nehmen wir allerlei Termine bei unseren Lieferanten wahr, um deren Kollektionen zu sichten und unmittelbar die entsprechenden Aufträge zu platzieren. Die Messe bietet immer eine gute Möglichkeit, die allgemeinen Tendenzen in der Schmuckwelt zu identifizieren und vor allem ein Gefühl für die aktuelle Situation der Branche zu bekommen.

Auch dieses Jahr sind wir auf einige Trends und Fokusthemen gestoßen. Abgesehen von den atemberaubenden Juwelen für ganz besondere Anlässe, soll Schmuck vor allem eines: ein persönliches Accessoire für die alltäglichen Situationen sein. Bei Ketten, Anhängern, Ringen und Armbändern ist der momentane Zeitgeschmack besonders filigran und zart. Statt mit einem opulenten, voluminösen Schmuckstück, gilt es die Sichtbarkeit über das Sammeln und Zusammenstecken zu erreichen. Ringe werden in Vielzahl und auf mehreren Fingern getragen, Armbänder gerne gesammelt und Ketten in verschiedenen Längen im „Layering“ getragen. Soll ein einzelnes Schmuckstück doch einmal ein Outfit dominieren, dann darf es diese Saison ein Statement-Earring sein.

Hierbei gilt tatsächlich, dass sogar ein einzelner, großer Ohrring reicht, um die Blicke auf sich zu lenken und zu einem beliebigen, dezenteren Ohrring kombiniert werden kann. Die Bandbreite dieser Hingucker-Ohrringe reicht vom Red-Carpet-Modell mit Brillanten bis zum alltäglichen Begleiter beispielsweise in Form einer schlichten und dominant geschwungenen Creole. Besonders viel gesehene Motive in Schmuckstücken waren dieses Jahr kleine Sterne und Monde, graphische Elemente aber auch Initialen oder kleine Botschaften, die für Ihre Trägerin eine ganz persönliche Bedeutung verkörpern.

Wir haben erfolgreich jede Menge aufregende Stücke gefunden, die sowohl diesem Zeitgeschmack entsprechen als auch unseren Wempe-Ansprüchen gerecht werden und unser bestehendes Sortiment hervorragend ergänzen. Jetzt sind wir in freudiger Erwartung auf die ersten Lieferungen und können kaum erwarten, die vielen Neuheiten schon bald in unseren Wempe–Schaufenstern entdecken zu können .

Beitrag verfasst am 02. Februar 2017 von Julie Hebbeler

Auf Einkaufstour in Valenza, Italien

Ein altes Jahr endet, ein neues bricht an und unmittelbar im Januar beginnt für das Schmuck-Einkaufsteam die Hochsaison. Die Zahlen des letzten Geschäftsjahres sind ausgewertet, Tendenzen in der Nachfrage der Kunden analysiert, Ideen bereits gesammelt und die Vorfreude auf, im wahrsten Sinne des Wortes, „funkelnagelneue“ Schmuckstücke ist bei allen Beteiligten gleichermaßen groß.

Neben der kontinuierlichen Arbeit an den Linien unserer eigenen Marke BY KIM, steht zu diesem Zeitpunkt der Einkauf bei den langjährigen Partnern in Italien an. Aufgrund der umfangreichen und beständigen Zusammenarbeit hat Wempe das Privileg, eine Woche vor der Messe VICENZAORO den beiden wichtigsten Partnern einen Vorab-Besuch in deren Firmensitzen abzustatten und eine exklusive Preview der neuen Kollektionen zu erhalten. Während dieser Reise setzen wir erste Schwerpunkte in unserer Sortiments-Gestaltung für das Jahr, stellen neue Kollektionen zusammen und machen bereits das eine oder andere einzigartige Highlight ausfindig.

Zum zweiten Mal hatte ich nun das Vergnügen, das Einkaufs-Team bestehend aus Kim-Eva Wempe persönlich, Anja Heiden (Mitglied der Geschäftsleitung für Schmuck & Juwelen) und Eva-Maria Leuschel (Abteilungsleiterin des Bereiches Schmuck) auf dieser besonderen Reise zu begleiten. Weitere Verstärkung holten wir uns dieses Jahr mit Kathrin Buchmann, Verkaufsberaterin in unserer Niederlassung Nürnberg und ebenfalls Autorin in diesem Blog, damit wir stets jemanden in unserem Team dabei haben, der die Einschätzung aus unmittelbarer Verkaufs-Perspektive gewährleistet.

Die Reise nach Italien ermöglicht uns, in wesentlich ruhigerer Atmosphäre als auf der Messe, die gesamten Kollektionen zu sichten, Besonderheiten zu besprechen, Highlight-Juwelen direkt mit den kreativen Köpfen vor Ort zu gestalten und eine sehr vertraute Beziehung zu den Herstellern aufrechtzuerhalten. Unsere Einkaufstour war insgesamt erfolgreich. Die Schmuckstücke werden schon ab dem Frühjahr in ausgewählten Wempe-Niederlassungen erhältlich sein.