Beitrag verfasst am 04. Juli 2019 von Elisabeth Gläser

Manufakturbesuch bei Glashütte Original

Der Besuch in einer Manufaktur ist wichtiger Bestandteil in der Ausbildung unseres Uhrmacher-Nachwuchses. Jedes Jahr besuchen wir zur Markenschulung eine der großen Uhrenfirmen im Ort. Dadurch vertiefen und erweitern wir unser Wissen über die verschiedenen Uhrenmarken.
In diesem Jahr haben wir einen tollen Einblick in die Markenwelt von Glashütte Original erhalten. Glashütte Original ist nach der deutschen Wiedervereinigung aus den VEB Glashütte Uhrenbetriebe hervorgegangen und somit offizieller Rechtsnachfolger aller vor 1990 existierenden Uhrenfirmen.

Wir wurden von einer Mitarbeiterin des Marketings in dem beeindruckenden Atrium empfangen und durch die Manufaktur geführt. Das Atrium diente in der Vergangenheit auch oft als Ausrichtungsort für Konzerte und Lesungen. Das zeigt auch, dass sich Glashütte Original als Förderer von Film und Musik versteht. Zum Beispiel sind sie Partner der Dresdner Musikfestspiele oder der Berlinale und stiften dort jedes Jahr einen Preis. Nach einer Begrüßung haben wir uns auf den aufwändig gestalteten Lehrpfad durch die Manufaktur begeben und Einblicke in die Fertigung einer Glashütte Original Uhr vom Rohmaterial bis zum montierten Uhrwerk und schlussendlich zur fertigen Uhr erhalten.

Besonders beeindruckend waren die Genauigkeit und viele traditionelle Handarbeit. Man konnte hier hautnah erleben, welche Merkmale eine Manufaktur ausmachen. Glashütte Original erreicht eine sehr hohe Wertschöpfung in Glashütte und fertigt Räder, Platinen und selbst kleinste Schrauben vor Ort. Dazu haben sie verschiedenste Fräs-, Dreh-, und Errodiermaschinen. Die Finissage der Uhrwerksteile erfolgt größtenteils noch traditionell per Hand. Die Uhrwerke zeichnen sich durch typische Glashütter Merkmale, wie der handgravierte Unruhkloben, die gebläuten Schrauben oder die Schwanenhalsfeinreglage aus. Die einzelnen Abteilungen, wie z.B. Entwicklung, Fräserei, Montage, etc. sind eng miteinander verzahnt, um ein bestmögliches Produkt zu erhalten. Einfach gelebte Uhrmacherei. Auf jeden Fall sind wir jetzt große Glashütte Original Fans. 🙂
Die Auszubildenden freuen sich schon darauf, diese spannenden Einblicke bei Ihren nächsten Niederlassungseinsätzen unseren Kunden zu berichten. Ein herzlicher Dank auch an die Kollegen von Glashütte Original für die tolle Möglichkeit des Besuches.

Beitrag verfasst am 25. Januar 2019 von Elisabeth Gläser

Die beste Schule für Uhrmacher – Das Traineejahr bei Wempe

Unglaublich wie die Zeit vergeht. Mittlerweile ist Julians Traineejahr fast schon vorüber. Er kann auf eine spannende und ereignisreiche Zeit zurückblicken.

Julian hat nach seiner Uhrmacher-Ausbildung, die er mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen hat, ein individuell auf ihn zugeschnittenes Traineeprogramm begonnen. Im Rahmen dieses Traineejahres durchläuft er verschiedene Stationen, um seine Kompetenzen im Uhrenservice weiter zu verbessern und um am Ende als vielversprechende Nachwuchskraft in einer unserer Niederlassungen durchzustarten.

In den ersten beiden Monaten unterstütze er unsere Rolex-Boutique in Stuttgart. Dort war seine Aufgabe, den Uhrenservice zu implementieren, d.h. unser IT-System zur Annahme von Reparaturen aufzubauen, die Kollegen vor Ort zu schulen und alle damit anfallenden Probleme zu lösen. Er erweiterte in dieser Zeit auch sein Rolex-Wissen und unterstütze auch die Kollegen tatkräftig im Verkauf. Diese Zeit war ganz spannend für ihn, da er den Aufbau eines Uhrenservices begleiten durfte und dies wiederum eine ganz neue Sichtweise mit sich brachte. Weiterhin konnte Julian hier wertvolle Erfahrungen in der Kundenkommunikation sammeln.

Im Anschluss an die Rolex-Boutique ging es nach Glashütte in die Uhrenwerkstatt. Hier lag der Schwerpunkt auf der Reparatur von Uhren der Marken Tag Heuer, Breitling, Glashütte Original, Omega, Panerai, Wempe Zeitmeister und Chronometerwerke sowie Chopard. Auf die Schulung der Reparaturen, die er später mal im Geschäft auch selbst ausführen kann, wurde besonders viel Wert gelegt. Weiterhin hat Julian Einblicke in unsere Administration und in unser Furniturenlager erhalten. Hier zeichnete sich Julian besonders durch seine hohe Genauigkeit und Qualitätsarbeit aus.

Sein Highlight im ersten halben Jahr stellte dann der Einsatz in unserer größten Niederlassung – die Maximilianstraße in München – dar. Insgesamt fünf Uhrmacher und Uhrmachermeister beraten hier unsere Kunden zur bestmöglichen Reparatur ihrer Uhren. Die Markenvielfalt, die sonst kein anderes Geschäft bieten kann und die einzigartig hohe Anzahl an Meisterwerken der Uhrmacherkunst, die den Kunden gezeigt werden können, waren für Julian sehr beeindruckend. Dazu zählen verschiedenste Tourbillon, Ewige Kalender oder sogar Minutenrepetitionen. Imponiert hat ihm hier auch die Professionalität des Uhrenservices. Er konnte von den Besten der Besten lernen.

Es geht aufregend für Julian weiter. Er wird für die nächste Zeit unser Team in London mit seiner hohen Kompetenz im Uhrenservice unterstützen. Natürlich berichten wir euch, welche Erfahrungen und Erlebnisse er in dieser Zeit machen konnte.

Für mich als Ausbilderin ist es immer spannend, wie Julian und auch unsere anderen ehemaligen Auszubildenden sich nach ihrer Ausbildungszeit persönlich und in ihrer Uhrmacherkompetenz weiterentwickeln.

Eure Elisabeth Gläser

Beitrag verfasst am 06. September 2018 von Elisabeth Gläser

Die Besonderheit mit jungen Menschen zu arbeiten

Für mich als Ausbildungsleiterin ist es jeden Tag wieder spannend und herausfordernd mit jungen Menschen zu arbeiten und diese auszubilden. Vor allem aber macht es mir großen Spaß! Natürlich obliegt mir persönlich dabei auch eine enorme Verantwortung gegenüber unseren Auszubildenden und dem Haus Wempe. Mein Ziel dabei ist es, jeden Azubi dort abzuholen, wo er gerade steht. Durch die gezielte Förderung seiner Stärken und Potenziale und Verbesserung seiner Möglichkeiten können wir die Auszubildenden zu  hochqualifizierten Uhrmachern ausbilden und sie unterstützen, sich zu einer starken Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Unsere Azubis zeichnen sich durch eine hohe Wissbegierde und hohes Engagement aus. Das ist für mich als Ausbilderin natürlich auch immer anspruchsvoll, da ich immer viele gute Ideen unserer Azubis gemeinsam mit ihnen durchdenke und diskutiere. Jeder ist auf seine Art individuell und einzigartig, alle haben ganz unterschiedliche Charaktere und Stärken. Daher birgt jeder Tag für mich neue Herausforderungen, um jeden Azubi gerecht zu werden und persönlich auf ihn eingehen zu können. Dazu zählt auch, dass ich immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Sorgen unserer Uhrmacher-Azubis habe. Aber gerade das alles macht meinen Arbeitsalltag so interessant, facetten- und abwechslungsreich.

Besonders spannend ist für mich auch immer, die Entwicklung unseres Uhrmacher-Nachwuchses vom ersten Arbeitstag bis zum Ausbildungsabschluss zu verfolgen und mitzugestalten und sie bei ihren weiteren Karrieren zu beraten. Natürlich stehe ich unseren Uhrmacher-Azubis auch nach ihrer Ausbildung zur Seite. Ich bin immer ganz begeistert, wie sich unsere selbst ausgebildeten Uhrmacher im Unternehmen positionieren und weiterentwickeln. Natürlich macht es mich auch ein klein wenig stolz, dafür einen Beitrag geleistet zu haben.

Beitrag verfasst am 03. Juli 2018 von Elisabeth Gläser

Uhrmacher-Ausbildung beendet – und wie geht es weiter?

Unglaublich, wie schnell drei Jahre vergehen. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich Chris, Alina und Karl an ihrem ersten Ausbildungstag bei uns im Ausbildungszentrum für Uhrmacher begrüßen durfte. Alle drei waren gespannt auf die kommende Zeit und voller Erwartungen. Mittlerweile sind drei lehrreiche Jahre vergangen und ich muss mich von unserem 3. Ausbildungsjahr verabschieden. Es waren drei schöne Jahre, die sich durch eine hohe Motivation unsere Azubis, einer Menge neu zu erlernendem Wissen und super Teamstimmung ausgezeichnet haben.

Den Höhepunkt der Ausbildung stellt die Gesellenprüfung dar. Hier müssen die Azubis über den Zeitraum einer Woche ihr Können im Bereich der Reparatur einer Quarz- und mechanischen Uhr, sowie im Anfertigen von Bauteilen unter Beweis stellen. Abgerundet wird die Prüfung durch ein Fachgespräch und eine schriftliche Theorieprüfung. Alle drei Azubis haben ihre Prüfungen mit Bravour und überdurchschnittlichen Ergebnissen gemeistert. Es konnten zum Beispiel Gesamtergebnisse von 88  und 91 Prozent erzielt werden. Besonders stolz sind wir auf die sehr guten Praxisergebnisse – alleine die 95 Prozent von Chris sprechen da für sich. Damit gehören unsere Azubis wieder zu den besten Uhrmachern in Sachsen!

Gefeiert wurden die guten Ergebnisse bei unserer alljährlichen Abschlussfeier mit allen Uhrmacher-Azubis. In diesem Jahr haben wir eine Trampolinhalle unsicher gemacht und den Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen.

Der würdige Abschluss erfolgte mit der Freisprechung unserer Uhrmacher-Azubis. Im Rahmen einer Festveranstaltung im Congress Center Dresden, einer tollen Location direkt an der Elbe gelegen, wurden die Gesellenbriefe überreicht und die Glückwünsche zur  bestandenen Prüfungen verteilt.

Wir freuen uns sehr, dass wir alle Azubis nach ihrer Ausbildung übernehmen können. Alina wird zukünftig in unserer Hamburger Werkstatt hochwertige Uhrenmarken wie Rolex oder Patek Philippe reparieren. Chris stellt sich der Herausforderung als Service-Uhrmacher in unserem Leipziger Geschäft und Karl beginnt eine Tätigkeit in unserem Glashütter Service-Atelier.

Ich als Ausbildungsleiterin möchte mich für drei tolle gemeinsame Jahre bedanken, die durch gegenseitigem Vertrauen und einer sehr angenehmen Zusammenarbeit geprägt waren und wünsche unseren drei Uhrmachergesellen alles Gute für die Zukunft!

Eure Elisabeth

Beitrag verfasst am 26. April 2018 von Elisabeth Gläser

Wie entsteht Exzellenz

Wie entsteht Exzellenz? Ich bin mir sicher, es ist eine Mischung aus talentierten, engagierten Auszubildenden, unserer einzigartigen Ausbildungseinrichtung und einem förderndem Umfeld.

Wir, als Ausbildungsteam, legen viel Wert auf eine individuelle Förderung unserer Auszubildenden. Deshalb arbeiten wir in kleinen Teams oder sogar im Einzelcoaching. Ein starrer Lehrplan, der für alle Auszubildenden gleich ist, widerspricht unserer Philosophie. Denn eine individuelle Förderung, die auf die Stärken und Schwächen des Einzelnen zugeschnitten ist, erfordert unkonventionelle Formen und Zeit. Unser Ziel ist es, jeden Auszubildenden mit gezieltem Coaching und dem Setzen von Schwerpunkten in seinen Fähig- und Fertigkeiten zu perfektionieren.

Besonders im dritten Ausbildungsjahr streben wir, je nach Tätigkeitsfeld, im Anschluss an die Ausbildung eine individuelle Förderung an. Dadurch möchten wir den neuen Uhrmachern einen optimalen Start nach dem Ausbildungsabschluss ermöglichen. Nach der Ausbildung können die Azubis zwischen drei Wegen wählen: Service-Uhrmacher in einer unserer Niederlassungen, Uhrmacher in der Produktion oder als Uhrmacher in der Uhrenwerkstatt. Bereits in der Ausbildung lernen sie alle drei Bereiche kennen.

Wir teilen unser Wissen. Zum Beispiel im Bereich der Markenschulungen: Jeder Azubi ist Botschafter für eine Uhrenmarke, die wir in unserem Sortiment führen. Regelmäßig tauschen wir uns in lockerer Runde mittels Vorträgen über die News, die Uhrenmodelle und die Historie der Marke aus. Ergänzt wird die Markenschulung durch Vorträge und den Besuch von verschiedenen Manufakturen im Ort. Mit dem dadurch erlernten Wissen fällt die Arbeit mit Uhren unterschiedlichster Hersteller viel leichter.

Wir kommunizieren offen und direkt. Regelmäßiges Feedback ist uns wichtig. Nur so können sich die Azubis und wir uns als Ausbilder weiterentwickeln. Nur so können wir gemeinsam besser werden. Und nur so kann ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen der Ausbildungsleitung und den Auszubildenden entstehen.

Sehr stolz sind wir auf die vielen guten Leistungen unserer Azubis! Bereits das vierte Mal in Folge haben die Auszubildenden unserer Firma die sächsische Landesmeisterschaft der Uhrmacher gewonnen und im Jahr 2016 den Bundessieg erreicht. Für uns als Ausbildungsbetrieb und mich als Ausbildungsleiterin sind das Auszeichnungen und eine Bestätigung unserer geleisteten Arbeit. Vor allem ist es auch unser Ansporn, jeden Tag unsere Ausbildung noch ein kleines Stück zu verbessern, um am Puls der Zeit zu bleiben.

Das Umfeld in der, für die Uhrmacherausbildung bekannten Stadt Glashütte, ermöglicht eine gute Konzentration auf die Ausbildung. Auch unsere im ersten Ausbildungsjahr kostenlos zur Verfügung gestellte Azubi-WG ermöglicht ein gemeinsames Lernen und das schnelle Finden von neuen Freunden. Darüber hinaus fördert die WG das Zusammenwachsen als Team.

Weiterhin bietet Glashütte die unserer Meinung nach beste Uhrmacherschule Deutschlands. Dort bringen unseren Azubis exzellent geschulte Fachlehrer mit guter Ausstattung alle wichtigen Theorie-Grundlagen näher. Unser einzigartiges Ausbildungszentrum ist mit modernster Technik und allen Werkzeugen, die man benötigt, ausgestattet. Auch das ist ein Faktor für eine gute Ausbildung.

Diese zahlreichen Bausteine sorgen für eine exzellente Ausbildungsqualität und legen die Grundlage für Spitzenleistungen unserer Uhrmacher-Azubis. Auch in Zukunft arbeiten wir an uns, um die Exzellenz auch zukünftig zu gewährleisten.

Beitrag verfasst am 02. Februar 2018 von Elisabeth Gläser

Wempe & die Landesmeisterschaft im Uhrmacherhandwerk

Jedes Jahr findet der Bundesausscheid des praktischen Leistungswettbewerbes im Uhrmacherhandwerk in Würzburg statt. Zuvor fand in Dresden die Ehrung der Landessieger durch die Handwerkskammer Dresden statt. Insgesamt konnten unsere Uhrmacher-Azubis mit ihren Ergebnissen den 1.-3. Platz in Sachsen erreichen.
Wir waren aufgrund der sehr guten Leistungen von Hanna Steffen eingeladen. Ein fertiger Uhrmacher-Auszubildender von uns, der ebenfalls Landessieger geworden wäre, durfte leider aufgrund seines Alters nicht zum PLW (Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend bzw. Profis leisten was) fahren. Die Bilder und die Urkunde, die wir als Ausbildungsbetrieb erhalten haben, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Daher hat Hanna uns bzw. das Land Sachsen zum Bundeswettkampf vertreten. Dort erreichte sie den 5. Platz. Leider hat es in diesem Jahr zu keinem Platz unter den besten drei Azubis gereicht. Schade. Ich denke, es ist trotzdem ein Erfolg, dass wir im 4. Jahr in Folge den sächsischen Landessieger stellen konnten. Daher wieder eine Bestätigung, so weiterzumachen und ein schöner Abschluss unserer Anstrengungen und unseres Engagements im letzten Jahr.

Beitrag verfasst am 01. September 2017 von Elisabeth Gläser

Ein Ausflug zu den Nachbarn: A. Lange und Söhne

Jedes Jahr besuchen wir zur Schulung unseres Markenwissens eine Manufaktur in Glashütte. Nachdem wir letztes Jahr einen Einblick in die Fertigung von Nomos erhalten haben, öffnete A. Lange & Söhne in diesem Jahr die Türen für uns.

 

A. Lange & Söhne ist ein Symbol feinster sächsischer Uhrmacherkunst in Vollendung und stellt die kompliziertesten Uhren in Glashütte her.

Ein unvergesslicher Tag in der Traditionsmanufaktur erwartete uns. Wir wurden herzlich durch die Mitarbeiter von A. Lange & Söhne empfangen und begaben uns auf eine Tour durch die Produktion. Wir erhielten einen Einblick in die Produktionsprozesse und besonderen Veredlungstechniken von Lange.

Am meisten haben unsere Auszubildenden die Abteilung der Zeitwerk-Produktion und der Komplikationen begeistert. Auch das Gespräch mit Mitarbeitern der Firma Lange war sehr interessant. Beeindruckt hat uns auch das neu konzipierte Manufaktur-Gebäude, welches vor zwei Jahren in Betrieb genommen wurde. Highlight des Tages war die abschließende Präsentation der Lange-Uhren im Stammhaus. Wir konnten die kompliziertesten Uhren, wie die Richard Lange Ewiger Kalender „Terraluna“ oder die Zeitwerk Striking Time, in die Hand und genaustens unter die Lupe nehmen. Es ist auf jeden Fall ein aufregender Moment, eine so kostbare Uhr in der Hand zu halten.

Mit diesem Einblick in die Manufaktur konnten wir unser Markenwissen vertiefen und die Azubis können in Zukunft dieses Wissen auch bei ihren Einsätzen in den Geschäften direkt anwenden.

Rundum also ein gelungener und spannender Tag für unsere Uhrmacher-Azubis und mich als Ausbilderin.

 

 

Beitrag verfasst am 23. Juni 2017 von Elisabeth Gläser

Das Uhrmacher-Traineejahr bei Wempe

Heute möchte ich Euch das Traineejahr für junge talentierte Uhrmacherinnen und Uhrmacher, die nach der Ausbildung eine Tätigkeit als Service-Uhrmacher im Geschäft anstreben, vorstellen. Es handelt sich um ein individuelles Weiterbildungsprogramm speziell im Uhrmacherbereich, das wir so als einziger Arbeitgeber in der Branche bieten können. Ziel ist es, Auszubildende mit herausragenden Leistungen durch die Absolvierung eines Traineejahres zu einer vielversprechenden Nachwuchskraft als Service-Uhrmacher in einer unserer zahlreichen Wempe-Niederlassungen aufzubauen.
In diesem Sommer wird Julian sein individuell auf ihn zugeschnittenes Programm starten. Er erwartet neben der guten Vorbereitung auf seine weitere Tätigkeit im Hause Wempe, dass er seine „Kompetenzen im Bereich der Kundenkommunikation erweitern kann“ und dass er „die unterschiedlichen Kundentypen aus den verschiedenen Regionen Deutschlands und dem Ausland kennenlernen“ wird.
Im Traineejahr durchläuft Julian verschiedene Stationen im Unternehmen. Beginnen wird er mit einem Einsatz in unserer neuen Rolex-Boutique in Stuttgart und sich zu einem Rolex-Experten fortbilden. Ab dem Herbst wird er in unserer Uhrenwerkstatt Glashütte sein Wissen zu Uhrenmarken wie z. B. Nomos, Tag Heuer, Breitling, Panerai, und viele mehr erweitern und alle Marken auch selbst reparieren. Im Anschluss beginnt ein besonders spannender Einsatz in unserem neuen Geschäft in den Münchner Maximilianarkaden. Dort wird er am Erfolg unseres Service-Teams mitwirken und die detaillierten Abläufe zur Annahme einer hochwertigen Uhrenreparatur kennen lernen. Weiterhin führt er Reparaturen vor Ort aus und berät unsere Kunden, welche Vorgehensweise die beste für ihre Uhr ist. Anfang nächsten Jahres absolviert er eine Schulung in der Produktion zum Marken-Ambassadeur für unsere Wempe Zeitmeister und Chronometerwerke-Uhren. Nach einem Einsatz im neu renovierten Geschäft in Berlin am Ku´damm wird er noch für zwei Monate in der Uhrenwerkstatt Hamburg Marken wie Rolex, Cartier, IWC etc. reparieren.

Innerhalb des Jahres erhält er auch zahlreiche Schulungen. Unter anderem nimmt er an einem Kommunikationstraining für Uhrmacher teil, wird in unserem hauseigenen Service-Computersystem geschult und bekommt im Hamburger Stammhaus einen Einblick in die Administration.

Julian freut sich besonders „auf die Station in den Münchner Maximilianarkaden, da es unser weltweit größtes Geschäft darstellt und auf den Einsatz in unserer zentralen Uhrenwerkstatt in Hamburg.“ Sie stellt übrigens Europas größtes unabhängiges Servicecenter dar.

Seine Zukunftsvision ist es, „in einer unserer Niederlassungen oder Boutiquen in Hamburg zu arbeiten und sich weiter über die Wempe-Akademie fortzubilden“.

In meinen nächsten Blogposts werde ich Euch immer mal einen Einblick in ausgewählte Stationen von Julian geben. Jetzt wünsche ich ihm aber erst mal einen guten Start in ein spannendes Jahr voller neuer Eindrücke.

Eure Elisabeth Gläser

 

 

 

 

Beitrag verfasst am 12. Mai 2017 von Elisabeth Gläser

Uhrmacherausbildung Prüfungsvorbereitung und Karrieren

Jetzt beginnt für mich als Ausbilder und vor allem für unsere Auszubildenden des 3. Ausbildungsjahres eine besonders aufregende Zeit. In etwa einer Woche beginnen die Gesellenprüfungen für unsere Uhrmacher-Azubis. Die bis dahin verbleibende Zeit nutzen wir noch für eine umfangreiche Prüfungsvorbereitung. Letzte Details werden noch mal durchgesprochen und die Feinheiten bei der Reparatur von NOMOS–Uhren herausgearbeitet. Die Prüfung besteht aus mehreren Teilen. Gestartet wird mit einer umfangreichen theoretischen Prüfung. Hier wird alles zu Uhrentechnik, Fertigungsverfahren, Kundenservice und Wirtschaftskunde abgefragt. In der praktischen Prüfung, die 4 Tage umfasst, wird die Reparatur einer Quarzuhr, einer mechanischen Uhr und die Anfertigung eines Bauteils gefordert. Abgerundet wird die Prüfung mit einem mündlichen Fachgespräch.  Die feierliche Übergabe der Gesellenbriefe findet am 20. Juni statt. Darüber werde ich euch noch gesondert berichten.

Besonders freuen wir uns, dass alle fünf Auszubildenden nach der Ausbildung eine Tätigkeit mit umfangreichen Weiterbildungen in unserem Unternehmen beginnen. Bereits im Dezember letzten Jahres konnten die ersten Übernahmeverträge unterzeichnet werden.

Ein Absolvent unterstützt mich in Zukunft als Ausbilder für unsere Uhrmacher-Azubis. Luise, die hier auch als Karriere-Bloggerin aktiv ist, wird Uhrenmarken wie Rolex oder Cartier in unserer Hamburger Uhrenwerkstatt reparieren. Und zwei weitere nehmen ihre Tätigkeit in unserer Glashütter Uhrenwerkstatt auf. Ein ganz spezielles und individuell auf ihn zugeschnittenes Weiterbildungsprogramm wird Julian absolvieren: das Traineejahr für junge, talentierte Uhrmacher. Was ihn erwarten wird, werde ich Euch in einem meiner nächsten Blog-Posts schreiben. Jetzt heißt es aber erstmal Daumen drücken für die Gesellenprüfung.

Eure Elisabeth Gläser

 

Beitrag verfasst am 29. September 2016 von Elisabeth Gläser

IHK – Aktionstag Bildung in Dresden

Am vergangenen Samstag hatten interessierte Bewerber die Möglichkeit, die Ausbildungsmodalitäten bei Wempe persönlich kennenzulernen. Auch in diesem Jahr waren wir am Aktionstag Bildung der Industrie- und Handelskammer Dresden mit unserem Ausbildungsteam vertreten.
Ab 10 Uhr strömten zahlreiche Besucher und Ausbildungsinteressenten durch das Gebäude und informierten sich über verschiedene Berufswege. Wir präsentierten an unserem Messestand alle Ausbildungsberufe, die Wempe anbietet: Uhrmacher/in, Handelsfachwirt/in, Einzelhandelskaufmann/-frau und das duale Studium zum Bachelor of Arts/of Science. Neben zahlreichen Informationen zu diesen Berufen erhielten die Besucher auch weitere Eindrücke durch die Wempe Karrierevideos, die über einen großen Bildschirm gezeigt wurden.

Der Schwerpunkt unseres Standes bildete für uns die Uhrmacherausbildung im Ausbildungszentrum in Glashütte. An zwei Uhrmachertischen hatten interessierte Schüler die Möglichkeit, selbst das Uhrmacherhandwerk auszuprobieren. Unter Anleitung unserer aktuellen Auszubildenden konnten die Besucher lernen, ein Uhrwerk zu zerlegen und zu montieren oder sich an der Uhrmacher-Drehmaschine zu versuchen. Wir haben uns über den großen Andrang und das starke Interesse für die Uhrmacherkunst sehr gefreut.

Unsere derzeitigen Uhrmacher-Azubis, Susanne Kumkar aus der Personalabteilung und ich als Ausbildungsleiterin beantworteten zahlreiche Fragen rund um die Ausbildung, das Unternehmen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Durch die einmalige Möglichkeit, sich direkt an die Auszubildenden zu wenden, erhielten die Jugendlichen einen persönlichen Einblick in die individuelle Ausbildung bei Wempe. Deshalb ein großes Kompliment an unsere Azubis, die unsere Karrieremöglichkeiten sympathisch, authentisch und mit viel Freude präsentierten. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr die Resonanz so groß war und wir viele interessierte Besucher an unserem Messestand begrüßen konnten.

Eure Elisabeth Gläser

Beitrag verfasst am 15. September 2016 von Elisabeth Gläser

Präzise auf Karrierekurs: Die Wempe Uhrmacher-Ausbildung

Heute möchte ich Euch von unserer Uhrmacher-Ausbildung berichten. Was ist bei Wempe einzigartig? Was könnt Ihr bei uns erleben?

Die Uhrmacher-Ausbildung dauert drei Jahre und findet in unserem modernen Ausbildungszentrum in Glashütte statt. Die Ausbildung richtet sich nach dem dualen System, das heißt, die Theorieausbildung in der renommierten Uhrmacherschule Glashütte erfolgt im Wechsel mit der Praxisausbildung in unserem Ausbildungszentrum. Um eine individuelle und qualitativ hochwertige Ausbildung gewährleisten zu können, haben wir pro Ausbildungsjahr nur drei bis sechs Auszubildende. Im ersten Ausbildungsjahr lernt Ihr viele grundlegende Fertigungstechniken kennen. Außerdem fertigt Ihr kleine Werkzeuge an, die Ihr für Euer späteres Uhrmacherleben benötigt. Dabei verrate ich Euch natürlich alle Tricks für die perfekte Anfertigung. 🙂

Nach einigen Wochen warten dann auch die ersten Uhren auf Euch. Ihr erfahrt alles, was man für die Reparatur einer Großuhr benötigt. Außerdem lernt Ihr verschiedene Uhrentypen und ihre Geschichte kennen. Bereits nach sieben bis acht Monaten beginnt ein weiterer spannender Teil der Ausbildung: die Kleinuhren. Anfangs zeige ich euch den Aufbau des Handaufzuguhrwerkes ETA 6498, das wir auch für unsere Wempe Zeitmeister Handaufzug verwenden. Ihr lernt die Uhrwerke zu montieren und zu ölen, verschiedene Einstellungen vorzunehmen, zu regulieren, Zeiger zu setzen, ins Gehäuse einzuschalen und weitere Technologien, die Ihr für eine hochwertige Reparatur benötigt. Mir ist immer wichtig, dass alle Arbeiten in einer sehr hohen Qualität ausgeführt werden, genug Zeit für Routine bleibt und Ihr Euch bis zur Perfektion steigert. Jederzeit unterstützt Euch ein Ausbilder mit seinem Wissen und seiner Erfahrung und hält wertvolle Tipps bereit.

Im weiteren Verlauf der Ausbildung befassen wir uns mit einer Vielzahl von verschiedenen Uhren und Uhrwerken. Wir reparieren verschiedene Handaufzug- und Automatikuhren, GMT- und Weltzeituhren, Chronographen und Quarzuhren unserer eigenen Kollektion. Grundsätzlich gilt, dass Ihr während der Ausbildung nicht nur eine Marke kennenlernt, sondern Euch ein großes Wissen zu den verschiedensten Uhrenmarken aneignet. Dazu übernimmt jeder Azubi die Rolle eines Botschafters für eine Uhrenmarke und berichtet den anderen Auszubildenden regelmäßig über die Besonderheiten oder Neuvorstellungen seiner Marke. Unterstützt wird das immer wieder durch Schulungen zu den einzelnen Marken oder den Besuch verschiedener Manufakturen.

Im Rahmen von internen Praktika lernt Ihr einige hochwertige Uhrenmarken, wie z.B. Rolex, Patek Philippe, A. Lange und Söhne, kennen. Bereits ab Ende des ersten Ausbildungsjahres werdet Ihr für jeweils zwei bis drei Wochen in unseren Niederlassungen in Deutschland tätig sein und in die spannende Welt des Service-Uhrmachers eintauchen. An der Seite von unseren erfahrenen Uhrmachermeistern werdet Ihr unsere Kunden beraten, kleine Reparaturen ausführen und neue Uhrenmodelle erkunden. Die Auszubildenden können nach Ihrem Einsatz immer von interessanten Erlebnissen berichten. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr lernt Ihr, neben weiteren Niederlassungen, auch unsere Servicewerkstatt und unsere Produktion kennen.
Die Ausbildung schließt Ihr mit einer Gesellenprüfung ab. Zuvor ist nach 1,5 Jahren Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung zu absolvieren, bei der Euch die Anfertigung einer Baugruppe und ein ausführliches Fachgespräch erwarten. Nach drei Jahren könnt Ihr über mehrere Tage Euer erlerntes Wissen in der Gesellenprüfung beweisen. Diese umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Habt Ihr all diese Hürden erfolgreich bestanden, könnt Ihr dann endlich Euren Gesellenbrief entgegennehmen und feiern.  🙂

Eure Elisabeth Gläser

Beitrag verfasst am 27. Juni 2016 von Elisabeth Gläser

Abschlussfeier und Gesellenprüfung unserer Uhrmacher

In den letzten drei Wochen fanden die Gesellenprüfungen für unsere Uhrmacher-Azubis statt. Nach drei Jahren fleißigen Lernens und Übens hieß es nun für unser 3. Ausbildungsjahr, Wissen und Können in der Gesellenprüfung unter Beweis zu stellen. Auch für mich, als Ausbildungsleiterin, ist diese Zeit immer wieder spannend und ich habe zwei Wochen lang mitgefiebert und Daumen gedrückt.
Den Anfang machte eine umfangreiche Theorieprüfung. Im Anschluss daran waren die handwerklichen Kenntnisse gefragt. Es musste eine mechanische Uhr repariert, ein Bauteil angefertigt und eine Quarzuhr überholt werden. Den Abschluss der Prüfung bildete ein halbstündiges Fachgespräch.

Nach einigen Tagen stand fest: Unsere Azubis haben wieder tolle Ergebnisse erreicht! Lisa Holstein glänzte mit einem Gesamtergebnis von 92 %, allein in der Praxis erreichte sie das überragende Ergebnis von fast 96 %. Auch das Abschlusszeugnis mit einem Durchschnitt von 1,0 ist bemerkenswert. Damit ist Lisa Holstein die neue sächsische Landessiegerin und wird im November zum Bundeswettkampf antreten. Auch Lucas Posch mit 91 % in der Praxis und Sarah Pirker mit 85 % haben überzeugt. Ich freue mich sehr über diese herausragenden Ergebnisse. Wir sind sehr stolz auf unsere Azubis und gratulieren allen ganz herzlich! ☺

Diese tollen Ergebnisse wurden natürlich auch entsprechend gefeiert. Zu unserer diesjährigen Abschiedsfeier haben wir mit allen Azubis Bubbleball gespielt und anschließend gemütlich gegrillt. Es war ein Nachmittag voller Spaß und Freude. Eine gelungene Abschiedsfeier, die drei Jahre gute Zusammenarbeit abrundete.



Am nächsten Tag fand dann noch die feierliche Übergabe der Gesellenbriefe statt, bevor alle in ihre weitere Tätigkeit starten. Lisa Holstein wird als Uhrmacherin in unsere Rolex-Boutique in Berlin beginnen, Lucas Posch wird das Team in der Produktion verstärken und Sarah Pirker wird im Anschluss an die Ausbildung ein Studium aufnehmen. Ich wünsche den drei frischgebackenen Uhrmachergesellen alles Gute und viel Erfolg für ihre Zukunft.

Beitrag verfasst am 09. März 2016 von Elisabeth Gläser

Uhrmacher-Ausbildung bei Wempe: erneut ausgezeichnet!

In meiner Tätigkeit als Leiterin des Ausbildungszentrums für Uhrmacher bin ich für die Ausbildung unseres hoffnungsvollen Nachwuchses verantwortlich. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse unserer Auszubildenden im letzten Jahr wurde ich letzte Woche zur feierlichen Ehrung der sächsischen Landes- und Bundessieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2015 eingeladen. Eine angenehme Abwechslung zum Ausbildungsalltag ☺. Die Veranstaltung fand in der Kulisse der Komödie „ Die Olsenbande“ im Boulevardtheater in Dresden statt. Die Ehrungen wurden unter anderem durch den Vizepräsidenten des sächsischen Landtages Horst Wehner vorgenommen. Mit stolzgeschwellter Brust konnten wir als Ausbildungsbetrieb erneut eine Auszeichnung für die Ausbildung des sächsischen Landessiegers entgegennehmen. Eine unserer Auszubildenden hat mit der Traumnote 1,0 auf dem Abschlusszeugnis und einem Prüfungsergebnis von 96,5 % ihre Gesellenprüfung 2015 abgelegt. Dies ist eines der besten je in Glashütte erreichten Ergebnisse!

Die Urkunde findet daher einen ganz besonderen Platz im Ausbildungszentrum. Schon in den letzten sieben Jahren konnten wir fünfmal den sächsischen Landessieger im Uhrmacherhandwerk stellen. Unsere Auszubildenden belegen auch immer wieder vordere Plätze im Bundeswettbewerb. 2010 konnten wir sogar den Bundessieg feiern. Auf diese tollen Ergebnisse sind wir natürlich sehr stolz. Wir werden auch in Zukunft weiter daran arbeiten, unsere Uhrmacher-Ausbildung qualitativ so hochkarätig und erfolgreich zu gestalten. Ihr möchtet auch mit und von den Besten der Branche lernen, unsere individuelle Ausbildung genießen und von den zahlreichen Perspektiven nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss profitieren? Dann zeigt was ihr könnt und bewerbt euch!
Eure Elisabeth Gläser